In eigener Sache.
Liebe Leserinnen und Leser,
wie schon im Editorial angedeutet, sind für mich einige Veränderungen seit Beginn des Jahres 2005 eingetreten. Die Zeit des Eremitentums in Südfrankreich scheint vorbei zu sein. Mögliche Aufgaben in Deutschland warten.
In den Beginn der sich abzeichnenden Veränderungen fiel meine Begegnung mit einem sehr interessanten Buch. Da ich es für einen außergewöhnlichen Beitrag zu verschiedenen okkulten Problemen unserer Zeit halte, möchte ich Ihnen hier eine kurze Besprechung und Leseempfehlung geben.
Es handelt sich um den Titel: Das Mysterium der Zauberflöte von Frank Heinrich.
Dieses Buch ist im
MdG-Verlag
Karl-Heine-Straße 74
04229 Leipzig
erschienen und dort bestellbar oder per E-Mail aus Ihrem eigenen Mailprogramm hier.
Frank Heinrich ist Freimaurer und Anthroposoph. Er hat sich als anerkannter Symbolforscher mit der freimaurerischen Symbolik der Zauberflöte vor dem Hintergrund der von Mozart und Schikaneder selbst gegebenen Regieanweisungen, sowie vorzugsweise der ägyptischen Mythologie die Aufgabe gestellt, Verständnis für eine Aufführungspraxis dieses Werkes zu wecken, die nicht von der Hypothek moderner Aufführungsvergewaltigungen belastet ist, die leider aus einer völligen Unkenntnis der verborgenen Symbolik Mozarts Oper fast ständig zu einer Schimäre verzerren.
Ein wichtiger Teil des Buches wird der Erklärung der Königin der Nacht gewidmet. Sie repräsentiert das in der Natur verzauberte weibliche Element, welches aus dem alten Ägypten durch Nephthys, in den Eleusinischen Mysterien durch Kore und in Ephesus durch Persephone und die Demetermysterien heraufleuchtet. Es wird die Frage aufgeworfen: Wie steht Nephthys zu Isis? In welchem Zusammenhang muss die Schlange im Ersten Akt der Zauberflöte als die mythische Schlange Seth-Apophis verstanden werden, welcher Tamino als "angehender Osiris", als ein in die Osiris-Mysterien Einzuweihender - aber eben noch nicht Eingeweihter - nichts entgegenzusetzen hat.
Um nur ein kleines Detail aus Mozarts Regieanweisungen hier aufzugreifen, welches von Frank Heinrich in schöner Weise erklärt wird, sei darauf hingewiesen, dass Tamino, welchem die Schlange nachstellt, zwar einen Bogen in der Hand hat, aber keine Pfeile, die er davon abschießen könnte. Das Buch erklärt nun, dass in alten Zeiten ein Bogen immer als Symbol für das Empfangende, für das Weibliche oder die Seele stand. Der Pfeil hingegen ist das Symbol für das Agierende, das siegreiche Männliche. Ein Neophyth, wie Tamino noch einer ist, hat zwar einen Bogen; d.h. seine Seele ist offen für die Einweihung, aber er hat diese noch nicht erlangt, ihm fehlt noch der Pfeil, er ist noch nicht vom geistigen Sonnenstrahl oder Sonnenpfeil des Osiris befruchtet.
Daher muss die Königin der Nacht ihre Hilfsgeister, die drei Damen, aussenden, die zu Taminos Rettung die Schlange außer Gefecht setzen. Umkommen lassen kann sie ihn nicht, denn sie hat ihm ja eine Aufgabe zugedacht, die Rückführung ihrer Tochter Pamina - Sinnbild für die menschliche Seele, die noch den Naturkräften unterworfen ist - in ihr Reich der Naturkräfte.
Der noch nicht eingeweihte Tamino - der noch nicht wirklich Ich Gewordene im Sinne des Geistselbstes - empfängt Schutz aus den Naturkräften, aber aus deren dunklen Tiefen. Das Ziel des Einweihungsweges Taminos ist es jedoch, diese dunklen Naturkräfte mit der Sonne des Osiris zu durchhellen und sie verwandelt der Zukunft jener Mysterien zu weihen, die von Sarastro als ihrem Lenker in die Menschheitszukunft führen sollen. Sarastro offenbart schon in seinem Namen, wen oder was er repräsentiert: Zarathustra, Zaratas, Sarastro.
Frank Heinrich macht in seinen Buch über das Mysterium der Zauberflöte weiter deutlich, dass eine zweitausendjährige Männlichkeitsbetonung innerhalb der Mysterien, seien sie kirchlich-christliche oder freimaurerische, den eigentlichen okkulten Strom der Entwicklung durch ihre machohafte Einseitigkeit in eine weltbedrohliche Krise geführt haben. Es werden neben den Vater- und Sohnesmysterien zur Harmonisierung wiederum die Mutter- und Tochtermysterien notwenig. Mozart deutet seine intime Einsicht hiervon dadurch an, dass er nicht nur Tamino die Einweihung erlangen lässt, sondern auch Pamina.
Zu seiner Zeit, und im Grunde noch heute, erscheint die Einweihung von Frauen in Logen oder in das Priesteramt des petrinischen Christentums römischer und orthodoxer Ausprägung als vehement zu bekämpfendes Sakrileg. Vielleicht liegt hierin ein mögliches Motiv für Mozarts Ermordung kurz nach Fertigstellung der Oper. Er hat eine Arcanregel verraten. Und auf Verrat steht von geheimbündlerischer Seite seit eh und je der Tod, auch heute noch.
Soviel zu Frank Heinrichs Buch, für das ich hoffentlich Interesse wecken konnte. Zur Zeit ist eine Inszenierung im Sinne einer recht verstandenen Symbolik der Zauberflöte für das Mozartjahr 2006 geplant unter Mitwirkung Frank Heinrichs. Sie soll als Openair Aufführung vor dem Dom in Brandenburg stattfinden.
Wenn man die ganz aktuellen okkulten Strömungen verfolgt, dann wird unübersehbar, wie sich das Interesse von immer mehr dafür empfänglichen Menschen auf die Mutter/Tochter Mysterien richtet. Ein Mensch, der sich hierum bemüht, ist Wilhelm Floride. Ferner gehen Robert Powells kultisch-eurythmische Bemühungen in diese Richtung. Ihm ist es zu verdanken, dass auf entsprechende Bemühungen Valentin Tombergs in dieser Hinsicht aufmerksam gemacht wurde. Tomberg hat den Wortlaut eines "Mutterunser"-Gebets hinterlassen, welches einmal ein zentrales Gebet wieder einzurichtender mütterlich-chthonischer Mysterien werden sollte, wenn mit der geistigen Notwenigkeit, die für diese Neueinrichtung besteht, ernst gemacht wird. Schon im Beginn des 20. Jahrhunderts forderte C.G. Jung eine Überwindung der Männlichkeitsreligiosität. Die Auswahl ist nicht vollständig.
In der Tat, man kann empfinden, dass manche Bestrebungen im kirchlichen Staatgetriebe auf indirekte Weise versuchen, dem an den Rad gedrängten mütterlichen Geistaspekt der Trinität wieder Gültigkeit zu verschaffen.
Das Weibliche Element des Geistes kam bislang nur in einer verzerrten, entirdischten Mariologie heraus; denn geistige Realitäten lassen sich nicht unterdrücken. Das in der jungfräulichen Gottesmutter verbildlichte Weiblichkeitsprinzip wurde aber im Grunde genommen vollkommen - man verzeihe den Ausdruck - ins das Jenseits abgeschoben, unerreichbar für einen irdischen Menschen. Dadurch sollte es wahrscheinlich als erotikfreier Sublimator unterschwelliger und verdrängter Männlichkeitsregungen der durch den Zölibat gebundenen Priester wirksam werden und die Kirche als Machtorganisation die Stelle der rechtmäßigen Muttergottheit einnehmen lassen. Was aber in Wirklichkeit geschehen ist, war folgendes:
Man hat das Vergeistigende der Religiosität (die Maria als Bild der Muttergottheit) vom Eros der hervorbringenden Lebenskräfte aus den Untergründen des Irdischen (Nephthysaspekt) aus ihrer heilvollen Beziehung zueinander gelöst. Das Religiöse wurde um sein Arbeitsfeld im Irdischen betrogen, der Eros seiner vergeistigenden Gemahlin beraubt. Manch ein Zeitgenosse hat das Unheilvolle dieser traditionellen Machogesinnung erkannt und pointiert ausgedrückt. In Frank Heinrichs Buch findet sich folgendes interessante Zitat:
Die erotische Seite der Seele bedarf der weiblichen Gottheit, der Heiligung des schöpferischen Weibes. Wo Eros und Religion sich trennen, wird er gemein und sie erkaltet. (Walter Schubart, Religion und Eros, Verlag C.H. Beck München - 1978)
Wer hat sich je Gedanken darüber gemacht, dass es eine Jungfrau in den mittelalterlichen Darstellungen gibt, die eine Lichtvolle ist, umgeben von einem Kranz aus Weinlaub und Trauben, eine andere (die nur leider nicht konsequent als schwarze Madonna dargestellt wurde - vielleicht wäre das auch zu verräterisch gewesen), die sich in einem Ährenkranz befindet? Überhaupt, wer hat denn schon über die lichte und die schwarze Madonna in dem Sinne nachgedacht, dass sie so zueinander stehen, wie Isis und Nephthys? Wer hat sich denn ernsthaft Gedanken darum gemacht, dass der lichte Madonnenaspekt eigentlich niemals gebiert, sondern zeugt, und dass es der dunkle Madonnenaspekt ist, der gebiert, aber nicht zeugt? - Diese Aussage erscheint verblüffend, weil gerade das spirituelle Machotum das Zeugende zu seiner "vatergöttlichen" Domäne deklariert hat. Der Vatergott zeugt aber nicht, oder nur insofern, als er sich in die drei göttlichen Personen vor Beginn einer Schöpfung differenziert, die man als monogenous, eins-hervorgebracht bezeichnet, jedenfalls tut es das Johannesevangelium. Aus dem Vater kommt die Substanz, die als das Kind geboren wird aus dem, was die lichte Geistgottheit zeugt und das dann nach dieser Zeugung aus der dunklen Erdengottheit geboren wird, gleich, ob es ein Erdensohn oder eine Erdentochter ist. Daher muss man sagen: der irdische Mann begattet zwar mittels seiner natürlichen Männlichkeit. Er zeugt aber nur, wenn sich mit diesem von ihm vollzogenen Begattungsakt der zeugende Impuls der lichten Madonna verbindet. Wo nicht, ist sein Begattungsakt unfruchtbar - unangenehm für einen Mann zu akzeptieren, aber deshalb nicht weniger wirklich.
Der lichte Aspekt des Geistes erscheint ja stets verbunden mit der Taube, als Sinnbild für den Heiligen Geist, der über der Maria schwebte, als er sich zu Pfingsten herabsenkte. Aber das war doch kein Männliches, diese Taube, sondern eben ein weiblicher Aspekt, der dann physisch von der Maria in avatarischer Weise getragen wurde. Selbst der alte Hebräer fasste den Geist, die "Ruach hakodesh" als Frau auf, die dann zur Göttin Shabbat wurde. Ja, und was liegt denn eigentlich vor, wenn bei der Jordantaufe, nachdem die Christuswesenheit sich mit dem Jesus verbunden hat, eine Taube erscheint und sagt: "Dies ist mein Sohn, heute habe ich ihn gezeugt!?"
Man sieht Fragen über Fragen, wenn man sich aus einer 2000-jährigen spirituellen Verknurzelung herauswinden möchte und dann zunächst sämtliche währenddessen entstandenen Machoformen zerschlagen muss - gewiss zum Unwillen derer, die darin ihren Besitzstand sehen und wahrscheinlich auch unter Androhung von Gewalt zu verteidigen suchen werden.
Wie Sie aus den verschiedenen Rubriken der Hermetika-Zeitung wissen, gilt mein besonderes Interesse einer freien Kultusfindung und -gestaltung, die auf dem trinitarischen Prinzip:
Priester, Prophet und Arzt
beruht. In der priesterlichen Handlung sind die Vaterkräfte der Welt wirksam. Sie durchdringen das Willenselement des Menschen. Im christlichen Kultus geschieht das durch die reale, geistige Wirksamkeit des Christus selbst (Ich und der Vater sind eins), wenn man IHN denn diese Aufgabe in den und über die zum Kultus versammelten Menschen vollziehen lässt. Nur solches verhindert, dass unselige Magie wirken könne. Dieses erfordert ein heute nur in der Bewusstseinsseelentätigkeit auffindbares wollendes Mittun aller Beteiligten.
Man erbildet die Verstehensgrundlage zu solch einer Willensmotivation aus dem spirituell verstandenen Evangelium, wie es R. Steiner immer wieder in Anregungen gegeben hat. Dieses ist das eigentliche Prophetentum, man könnte auch sagen: die eigentliche apokalyptische Gesinnung. Wer in sein Fühlen die Kraft des Christus aus dem ewigen Wort sich ergießen lassen kann, der wird durch IHN Verkünder und Seelsorger zugleich, er bedarf dazu nicht der Ordination durch eine kirchliche Institution. Im Wort offenbart Christus über das prohetisch-apokalyptische Element den Sinn der Menschheitsevolution, im Wort gibt Er Selbst zugleich die Kraft, diesen Sinn durch den Zeitenstrom mit zu verwirklichen. Aber es muss im Wort eines Menschen jederzeit der Christus mitsprechen können, sonst bleibt alles wiederum nur eine Scheinpredigt und wird zur evolutionären Irreführung.
Und der Arzt schließlich, er ist der Träger des heilenden und heiligenden mütterlichen Geistprinzips. Was in ihr sowohl zeugend als gebärend wirkt, kann die Korrekturen wirksam machen, die Karma zu seinem Ausgleich benötigt. Denn ein fehlgeleitetes Karma führt, wie Rudolf Steiner immer wieder betont hat, zum Phänomen der Erkrankung, deren Grundlage eine geistige und dann seelische Fehldisposition ist. Die zeugenden und gebärenden Mütterlichkeitskräfte - geheiligt und zum Heilen verwandelt durch Christi Opfer - sind der Heilende Geist, der sich an Pfingsten als der Weltheiler oder genauer gesagt als die Weltheilerin mit dem zukünftigen Strom der Menschheitsevolution verbindet. Das muss auch in einem zukunftsorientierten Kultus wieder Ausdruck finden.
Wahrer Kultus muss immer auch zugleich ein geistig real Vorhandenes im Symbolbild ausdrücken. Wo nicht, wird er unwahr. Es geht also beim Verständnis des mütterlichen Prinzips der Geistwirksamkeit darum, das real darin Tätige zu erkennen und ihm seinen Part zuzuerkennen. Es geht nicht darum, eine moderne Frauenideologie und andere Matriarchatsbestebungen durch kultisches Wirken in soziale Formen zu überführen. Das würde dann so schädlich, wie das einseitige Patriarchat. Kultus ist da für Frau und Mann. Seine priesterliche Durchführung desgleichen. Im Kultus repräsentieren Frauen und Männer reale Wirklichkeiten, Wirksamkeiten und Eigenschaften, die Teil eines Ganzen sind und zusammen mehr als ihre Summe. Das gilt es klar zu sehen. Kultus ohne Mann und Frau zusammen kann nicht wahrhaft wirklich sein.
Vielleicht wird aus diesen kurzen, mehr risshaften Darlegungen - sicherlich auch etwas provokativ - fühlbar, weshalb in den durch diese Internetzeitung auch zur Verfügung gestellten kultischen Texten, insbesondere in der Liturgie für eine freie Eucharistiefeier, sich jetzt auch eine bis in den Wortlauf gehende Veränderung der Liturgie selbst in Bezug auf das Weiblich-Geistige Ausdruck verschafft hat. Pfingsten wird zum mütterlichen Fest, welches in der Erhöhung des siegreichen Sohnes seinen Urstand findet. Er kann dadurch der Muttergottheit den Weg zur Vollendung der Erdenevolution öffnen. Im Spätsommer gibt es ein Zeitenfest, welches ganz dem mütterlichen Element gewidmet ist. Es fällt genau in die Zeit, in der man früher die Demetermysterien feierte. Und der Advent wird ebenfalls zu einer mütterlichen Feier, in welcher man der Urmutter, die jenseits von Erdentiefen und Himmelshöhen zu suchen ist, gedenkt. Zu ihrem Reich strebte Faust als dem Reich der Mütter. Was diese Urmutter der Erdenzukunft zu schenken hat, offenbart sie durch die geistige Tochter aus den Höhen, das neue Jerusalem, welche in Vollendung dieser Zukunft die Gattin des Menschensohnes werden wird. Sie senkt sich seither aus diesem Reich der Urmutter Erde und Mensch entgegen, nimmt sich des Stromes einer uralten Vergangenheit an und bewahrt diesem die Weltenkontinuität, ihn selbst erneuernd.
Der Mensch muss lernen, aus der Ichkraft seiner Identität (das ist der Sohn oder Christus) in seiner Seele (das ist die Anthroposophia, oder Tochter) Natur und Religion, also das erdenmütterliche und das himmelmütterliche Prinzip miteinander auszusöhnen. Nur so ist zu hoffen, dass in fortwährendem Formen und Entformen durch den Evolutionsstrom hindurch, der mit der Natur verbundene Eros eben nicht gemein wird und die Seele (in ihrer Religiosität) nicht erkaltet.
Sohn und Tochter verbinden die Natur mit dem, was immer Gnade genannt wurde, und was die Verwirklichung des Evolutionszieles selbst ist. Dann ist Natur erlöst worden in das hinein, was sie werden soll. Vollziehen aber tut sich alles in, mit und an dem, was am Beginn des Weltentages, am Beginn eines Schöpfungszyklus als ein Väterliches substanziell hervortritt, um als Daseinsträger die Verwandlung von Natur aus der Gnade an sich vollziehen zu lassen. Am Ende eines Schöpfungszyklus verschwindet diese Substanz dann wieder. Nach der ägyptischen Mythologie wird sie vom Allesverschlinger vernichtet. Die heilvolle Verknüpfung von Natur und Gnade geschieht durch das Karmawirken, dessen Herr der Christus selbst ist. Dieses Karma führt eine Menschenindividualität von Erdenleben zu Erdenleben oder auch von Erdentod zu Erdentod. Ein solches Sterben nennt die Apokalypse des Johannes den ersten Tod. Mit dem ersten Tod verbunden ist die Erlösung des Menschen und der Erde. Aber es geht nur, wenn der Mensch hier in Freiheit mitgeht. Wo nicht, werden sich in seinem Karma Natur und Gnade nicht verbinden können. Was er als Mensch an Vatersubstanz trägt, kann sich nicht in den Evolutionsstrom einfädeln, der als der menschengemäße von Christus vorgegeben ist. Über diese außen vor bleibende Substanz macht sich der Allesverschlinger her. Die Offenbarung nennt solches: den zweiten Tod erleben.
Und so scheint im Untergrunde unserer turbulenten und deprimierenden Gegenwart eine Geburt der mütterlichen Kulte sich vorzubereiten, die in Harmonisierung mit den bereits vorhandenen väterlichen einzig den Fortgang und Fortbestand des Menschen garantieren können. So ist gerade in diesem Punkt die menschliche Freiheit in ihrer edelsten Gestaltung berufen, ein Scheitern der Menschheitsevolution dadurch mittätig zu verhindern, dass sie bereit ist, dem Ruf der Geisteswelt zu folgen.
Aber ihm zu folgen wird eine große Bedrängnis sein.
Vor diesem Hintergrund wollte ich bei meinen geschätzten Leserinnen und Lesern die Frage anrühren, on und inwieweit sie selber schon etwas Ähnliches in sich empfunden haben. Ich möchte auch fragen, ob unter Ihnen jemand danach sucht, in
freier kultischer Arbeit,
freier Seelsorge und
freiem Geistheilertum
seinen Teil zur Abwendung eines drohenden und möglichen Abbruchs der Erdenevolution mit zu erbringen angesichts eines fürchterlich waltenden Bösen in abgründiger Finanzideologie und politischer Verlogenheit, in sozialer Vergewaltigung durch Finanz und Politik und schlichtweg durch technisches Ermorden der Natur aus grausamer Usurpation?
Ich wäre bereit, nachdem die liturgische Entwicklungsarbeit getan ist, mit Interessierten herauszufinden, ob hier ein gemeinsames Arbeiten aus spiritueller Verantwortung sich verwirklichen kann. Ich würde dann gerne versuchen, diese Impulse zu bündeln, sodass bei einer genügend großen Anzahl Interessenten ein erstes Treffen organisiert werden kann.
Sollten Sie dieser Idee zuneigen, so können Sie hier ein Kontaktformular öffnen und Mitteilung davon machen, wobei Sie die Möglichkeit haben, Ihren Fragenkomplex dazu näher auszuführen. Sie werden dann umgehend von uns höhren.
Mit lichtvollen Grüßen
Hergen Noordendorp
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