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Christus
* Nach hermetischem und anthroposophischem Verständnis ist Christus eine makrokosmische Wesenheit. * Der Name dieser Wesenheit selbst ist exoterisch unbekannt und wurde in den verschiedenen Kulturkreisen mit unterschiedlichen Bezeichnungen für das Amt versehen, dass diese Wesenheit innerhalb der Menschheitsentwicklung auszuführen hat. Unter anderen sind folgende Nomenklaturen bekannt: -> Urindische Zeit: Vishva Karman. -> Altpersische Zeit: Ahura Mazdao - Große Sonnenaura. -> Ägypten: Horus. -> Hebräisch: Meshiach (Messias oder Gesalbter) -> griechisch: Christos (Gesalbter) in lateinischer Version: Christus. * Diese Christuswesenheit verband sich mit dem Menschen Jesus von Nazareth während der Jordantaufe ca. am 6. Januar des Jahres 30 unserer Zeitrechnung. Der biblische Bericht findet sich bei Markus, Kapitel 1, Verse 9ff: »Damals kam Jesus von Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Unmittelbar, nachdem er sich aus dem Wasser erhob, sah Johannes, wie sich die geistige Welt (wörtlich: Himmel) öffnete und und der Geist sich in der Gestalt einer Taube auf Jesus herabsenkte. Und eine Stimme ertönte aus der geistigen Welt mit den Worten: »Du bist mein geliebter Sohn, in dir bringe ich mich zur rechten Erscheinung (in dir bringt »mein Ich« sich zur rechten Erscheinung).« * Um es ganz genau zu verstehen: Christus ist diejenige Wesenheit, die in der Geistrealität einer übersinnlich schaubaren Taube aus den Geistweiten herunterkommt und in sich das Urprinzip göttlicher Identität trägt: In dir bringt sich mein Ich zur rechten Erscheinung. In diesem geistigen Hüllenwesen einer Taube tritt die göttliche Uridentität »Christus« oder »Ahura Mazdao« usw. an die Stelle des menschlichen Ich, das bis zu diesem Zeitpunkt in der Persönlichkeit des Jesus von Nazareth verkörpert war, dann aber in einer Art Opfer seine Persönlichkeit an den Christusgeist gab und selbst dadurch eine Art Sterbevorgang durchmachte. * Wie der persische Ausdruck »Ahura Mazdao« »Große Sonnenaura« zum Ausdruck bringt, ist es die Sonnenwelt, in welcher die makrokosmische Christuswesenheit bislang ihren geistigen Sitz hatte. Hier ist der Weltenschauplatz der mittleren der drei Hierarchien oder Himmelschöre zu suchen, der selbst in sich dreigliedrig ist und aus den Kategorien der Mächte, Kräfte und Gewalten besteht. Nach einen Forschungsergebnis Rudolf Steiners sind es die Mächte, griechisch »Exousiai«, die in der Geistrealität der Taube sich in die Gestalt des Jesus von Nazareth bei der Taufe senken und sie im Laufe der nächsten dreieinviertel Jahre bis zum Karfreitag am 3. April des Jahres 33 unserer Zeitrechnung immer tiefer durchdringen und Besitz von ihr ergreifen. Dann verbinden sie sich nach dem Tod um 15.00 Uhr an diesem Tage mit der Erde, in deren Mittelpunkt sie während der »Höllenfahrt Christi« dann am Karsamstag ihren Sonnenfunken verankern, welcher in künftigen Äonen die Erde selbst mit ihren Geschöpfen zu einem Sonnenwesen machen wird. Zum Inhaltsverzeichnis des Lexikons |