Der Astralleib oder Bewusstseinsleib

Das Erwachen ins Bewusstsein geschieht in einem dritten Leibesglied, welches die esoterische Wissenschaft als Astralleib bezeichnet.

* Für die Mineralien würde man sagen, dass sie nur aus einem physischen Leib bestehen, dessen Daseinszustand aus sich heraus bewegungslos und tot ist.
* Die Pflanze setzt sich aus physischem und Ätherleib zusammen. Sie schläft fortwährend und verlässt während ihrer Lebensspanne auch nicht den Ort, an dem sie wächst.
* Bei Tier und Mensch kommt ein drittes Glied hinzu, der Astralleib. Ein Bewusstsein leuchtet auf, das heller als der Schlaf ist. Einem Wesen, das mit einem Astralleib begabt ist, werden von außen herankommende Einwirkungen als Bedürfnisse, Triebe, Regungen, kurz als Empfindungen bewusst.
* Daher kann dieser Leib neben Bewusstseinsleib auch als Empfindungsleib bezeichnet werden. Ein mit ihm begabtes Wesen reagiert mit Empfindungen auf von außen kommende Impulse.

Man spricht hermetisch allgemein erst dann von Bewusstsein, wenn ein Wesen beispielsweise durch die Einwirkung von Glut zu dem Erlebnis von Schmerz gelangt.

Einem solchen Wesen wird das Vorhandensein von Gluteinwirkungen durch eine entsprechende Schmerzempfindung bewusst. Es reagiert darauf in der Regel durch eine Bewegung. Es wird seinen jeweiligen Aufenthaltsort verändern.

Man darf nun bei der Betrachtung des Astralleibes das Phänomen Bewusstsein nicht mit dem Phänomen Selbstbewusstsein verwechseln.

Wenn ein Tier Hunger erfährt, dann wird ihm dadurch ein Mangel bewusst und unmittelbar zur Triebfeder für sein weiteres Handeln. Es wird instinktiv auf die Suche nach Nahrung gehen. Wenn ein selbstbewusster Mensch Hunger fühlt, dann wird ihm nicht nur ein Mangel wie beim Tier bewusst, sondern er erlebt darüber hinaus sich selbst an diesem Mangel. Darin liegt der Unterschied zwischen bloßem Bewusstsein und Selbstbewusstsein. Das Erstere gibt Kunde über das Wirken eines vorhandenen Äußeren. Das Letztere wendet sich von dem Äußeren selbst ab und lenkt es als Erinnerung in eine Innerlichkeit, die zu diesem Zweck allerdings vorhanden sein muss.

Zum Inhaltsverzeichnis des Lexikons