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Weltentwicklung - der alte Mond
Der Äon des alten Mondes gibt dem Menschengeschlecht das Traumbewusstsein. Es ist ein Bilderbewusstsein, dessen Inhalte aber nicht direkte Abbilder von etwas Äußerem sind, sondern innere Bilder, die symbolisch auf äußere Vorgänge hinweisen. Der Menschenvorfahr hat noch keine geöffneten Sinnesorgane. Die Bilder in seinem Inneren sind aber, was ihre Symbolik betrifft, von einer großen Genauigkeit, sodass sie eine Orientierung erlauben. Diese neue Bilderwelt entwickelt sich in einem dritten Wesenglied, welches dem Menschengeschlecht einorganisiert wird. Hierdurch wird es fähig, Gefühle und Leidenschaften entwickeln zu können. Hermetisch heißt dieses Wesensglied Astralleib, weil in ihm die seelischen Prozesse des gestirnserfüllten Raumes wirken, in welchem sich der Äon des Mondes entwickelt. Der Menschenvorfahr erscheint daher dreigliedrig. Ehe er sich aber zu dieser Stufe erheben kann, müssen die beiden schon vorhandenen Wesensglieder für die Aufnahme dieses neuen Gliedes vorbereitet werden. Für den physischen Leib geschieht das während des ersten Unter-Äons des Mondes und für das Glied der Lebensorganisation während des zweiten. Zu Wärme und Luft einerseits tritt das flüssige Element hinzu; zu Wärmeäther und Licht eine Ätherart, die auf inneren Klanggesetzmäßigkeiten basiert. Hermetisch nennt man diesen Klang die Sphärenmusik, zu welcher der heutige Mensch keinen Wahrnehmungszugang hat, wenn er nicht durch Einweihung dahin gelangt. Dieser Klangäther hat die Funktion, im Wässrigen dynamische Strukturen hervorzurufen. Wenn man mit feuchtem Finger über den Rand eines Weinglases reibt, in dem noch Flüssigkeit vorhanden ist, dann erklingt auf der einen Seite ein Ton. Zugleich bilden sich stehende, wellenartige Strukturen auf der Oberfläche der Flüssigkeit im Glas. Dies mag als Vorstellungshilfe für die Wirkungen des Klangäthers dienen. Eine weitere Wirkung dieses neuen Äthers betrifft den stofflichen Chemismus, der sich in wässrig-flüssigen Medien vollzieht. Für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema »alter Mond« empfiehlt sich das Studium der Lektüre "Geheimwissenschaft im Umriss" (GA 13) von Rudolf Steiner, welche zugleich eine Einführung in die anthroposophische Geisteswissenschaft darstellt. Zum Inhaltsverzeichnis des Lexikons |