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Die Herstellung von Weihrauch
Die Zutaten: 100 g Weihrauch roh (in der Apotheke erhältlich als "Olibanum") 25 g Styrax 1 Geigenkolophon (es kann auch stattdessen oder zusätzlich Bernsteingranulat verwendet werden. Ferner wird benötigt, wenn zu bekommen: 3 Tropfen echtes Rosenöl 3 Tropfen echtes Terpentinöl. Folgende Gewürze sind bereit zu stellen: 2 Tl Wacholderbeeren 10 Gewürznelken 2 Messerspitzen Kreuzkümmel 2 Messerspitzen Anissamen 2 Messerspitzen Fenchelsamen 1 Messerspitze Zimtpulver ½ Tl Koriandersamen Zunächst einmal alle Gewürze in einer Kaffeemühle zu einem einheitlichen Pulver vermahlen. Alsdann muss man das Styrax mit 1 bis 2 Tl Äthylalkohol vorsichtig verrühren. Styrax ist eine sehr klebrige Masse, die zäher ist als Sirup. Im Alkohol wird sie flüssig und leichter zu verarbeiten. Hat man das Styrax so zubereitet, vermengt man es mit dem Gewürzpulver und den jeweils drei Tropfen Rosenöl und Terpentinöl. Nun füllt man den rohen Weihrauch in ein weites Glasgefäß. (Je weiter desto besser, weil man in den folgenden Wochen die Weihrauchmischung immer wieder umrühren muss, damit allmählich der Alkohol verfliegt.) In diesem Gefäß vermengt man ihn mit dem zu Pulver zerschlagenen Kolophonium bzw. Bernstein. Je sorgfältiger man mischt, desto besser. Ganz zuletzt rührt man das Styrax-Gewürzgemisch sorgfältig und gründlich unter. Das Gefäß mit der Mischung mit einem dünnen Tuch abdecken und jeden Tag die nächsten zwei Wochen umrühren. Dann, wenn die Klebrigkeit durch Verdunsten des Alkohols allmählich nachlässt, alles in ein anderes Glasgefäß umfüllen, welches man gut verschließen kann. In diesem muss die Weihrauchmasse dann »mazerieren«. Dieser Prozess dauert wenigstens ein halbes Jahr. Auch während dieser Zeit immer wieder einmal umrühren. Schließlich erhält man eine krümelige, sehr wohlduftende Masse, die dann nach Bedarf zwischen zwei Lagen Zeitungspapier vorsichtig mit einem Hammer granuliert und in eine feinkrümelige Konsistenz zerbröselt werden kann. Man wird feststellen, dass dieser Weihrauch seinen wirklichen Wohlgeruch einer langen Mazerationszeit verdankt. Zum Inhaltsverzeichnis des Lexikons |