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Widersacherwesen
Als Widersacherwesen gelten in der Hermetik Wesenheiten, die in einer Evolutionsperiode nicht das Entwicklungsziel vollständig erreicht haben, dass sie erreichen sollten. Sie müssen in einer späteren Evolutionsphase des Weltensystems dann dieses Versäumnis dadurch nachholen, dass sie dort die hierfür geeignetsten Gegebenheiten aufsuchen. Die Problematik für solche Wesenheiten liegt darin, dass die externen Umstände für dieses Nachholen nicht mehr vollständig mit ihren Bedürfnissen kompatibel sind. Sie eignen sich jetzt für andere Wesen. Angenommen, die zurückgebliebenen Entitäten hätten die Entwicklung ihrer Ichorganisation nicht ordentlich zum Abschluss gebracht. Sie sind jetzt darauf angewiesen, dieses unter den Voraussetzungen einer Evolutionsumgebung für Wesenheiten nachzuholen, welche für diese passend ist, nicht jedoch für die zurückgebliebenen. Zwar werden die Nachzügler anstreben, ihr Soll unter diesen neuen Bedingungen zu erfüllen. Das können sie aber nicht anders, als dass sie durch Einmischung die rechtmäßig sich entwickelnden Wesen auf ihrem Evolutionsweg behindern.
Hier gilt das okkulte Gesetz: Für diese werden sie zu Widersachern. Die Menschheit steht unter dem Einfluss von drei verschiedenen Kategorien von Widersacherwesen, die zum dritten Chor der Hierarchien gehören. Widersacherwesen aus dem Engelrang dieses Chores nennt die Anthroposophie »luziferische Widersacher«. Biblisch werden sie erwähnt in der Versuchungsgeschichte als die Schlange, welche den Menschen verleitete, vom Baum der Ereknntnis zu essen. Das Neue Testament nennt sie »Teufel« - griechisch »diabolos«. Ihre Wirkung auf den Menschen geschieht über den astralischen Leib. Hier wirken sie über Emotionen wie Stolz, Arroganz, Begehrlichkeiten, kurz über alles, was zu Unterscheidungen führt und dabei den Blick für das Gemeinsame verliert. Luziferische Wesenheiten bilden im Menschen fixe Ideen aus, deren Charakter der Eigensinn und der Eigenwille ist. Ihre Wirkung setzt im Inneren des Menschen an. Wesenheiten aus dem Erzengelrang des dritten Herarchienchores nennt die Anthroposophie »ahrimanische Widersacher«. Biblisch heißen sie »Satan«. In Goethes Faust ist ihr Name »Mephistopheles«. Sie nahmen auf der Evolutionsskala einst einen Widersacherpart zu den Engeln so ein, wie die als luziferische Wesenheiten zurückgebliebenen Engel es jetzt als Widersacher gegenüber dem Menschen tun. Dieses besagt, dass die luziferischen Engelwesen eine unerledigte karmische Beziehung zu den ahrimanischen Erzengelwesen haben. Diese tragen sie bei ihrem Wirken im Menschen in diesen hinein. Die ahrimanischen Wesen wirken, soweit sie über die luziferischen Wesen Zugang zum Menschen erhalten, über den ätherischen Leib auf den Menschen ein. Ihre Versuchung liegt darin, einen Schleier der Täuschung über die Prozesse der Sinneswahrnehmung zu legen. Für den Menschen bedeutet dieses, dass er sich ein Bewusstsein von diesen Sinneswahrnehmungen macht, welches ihm nicht den göttlichen Charakter des Wahrgenommenen vermittelt. Anders ausgedrückt sind die ahrimanischen Wesenheiten verantwortlich für einen Materialismus in der Anschauung. Das ist ihre Behinderung für den Menschen, welche diesen als Irrtum, Versehen, Täuschung und Lüge von außen her auf die schiefe Bahn führt. Wesenheiten aus dem Rang der Fürstentümer oder Archai des dritten Hierarchienchores nennt die Anthroposophie die »Asuras«. In der altpersischen Zeit des Zarathustra vor mehr als 6000 Jahren hießen sie »Rakshasas«. Unsere modernen Sprachen haben keinen spezifischen Ausdruck für diese Kategorie von Widersacherwesen, die ihre Wirkung über den physischen Leib des Menschen entfalten. Sie waren die ersten Wesen innerhalb des zum Menschen gehörenden kosmischen Evolutionszyklus, die ihr damaliges Ziel nicht erreichten. Ihnen fielen jene Erzengelwesen zum Opfer, die oben die ahrimanischen Widersacher genannt wurden. Die Wirkung der Asuras ist auf eine völlige Zerstörung des Physischen gerichtet. Alle Formen von Gewalt, Diktatur, Terrorismus, alle Formen des sogenannten »gerechten oder heiligen Krieges«, sowie die physisch zerstörenden Wirkungen durch Missbrauch von Drogen und Alkohol, also nicht der Alkohol oder die Drogen selbst, gehen auf ihr Konto, ebenso die Wirkungen der Radioaktivität, Wirkungen, welche die Immunbarriere des Menschen physiologisch zerstören, usw. Dies soll am Beispiel des Alkoholismus verdeutlicht werden: Wenn der Alkoholgenuss zur Sucht wird, dann liegt in der Sucht das Wirken der luziferischen Geister. Wenn sich die Folgen der Lügenhaftigkeit als Wirkung fortgesetzten Alkoholgenusses zeigen, dann äußert sich die Wirkung der ahrimanischen Wesenheiten. Wenn es schließlich zur Leberzerstörung infolge einer Leberzirrhose kommt, dann findet die Wirksamkeit der Asuras statt. Für die Menschheit gilt, dass Menschen, welche ihre Evolutionsaufgabe, an deren Erledigung sie jetzt arbeiten, nicht erfüllen, weil sie sowohl den Behinderungen von luziferischen, ahrimanischen und asurischen Widersachern erliegen, ihrerseits einen Status erlangen, welcher sie zu Widersachern von Wesenheiten macht, die in der nächstfolgenden Evolutionsperiode ihre rechtmäßige Entwicklung einer Ichorganisation zu erlangen versuchen. Zum richtigen Erreichen des menschlichen Evolutionszieles ist der Weg aus, in und mit dem Christus vorgezeichnet, will sagen, der hermetische Weg von Verständnis, Liebe und Vergebung aus freien Stücken. Die Gefahr des Strauchelns mit all ihren schrecklichen Folgen durch das Wirken der Widersachermächte des Menschen auf Grund eines ungeistigen, säkularen Fristens des Daseins sind in der Offenbarung des Johannes in grandiosen Bildern geschildert. |